Kinder- und Jugendgeschichten
Hans-Jürgen und Else saßen auf der Bank vor ihrer Wohnung, und obwohl die Sonne schien, machten die beiden gar kein fröhliches Gesicht. Irgendwas bedrückte sie, schien ihnen unangenehm zu sein. Hans-Jürgen rutschte unruhig auf der Bank hin und her und Else murmelte immer wieder so etwas wie: „Das kann ja heiter werden“ und „Oh nein...oh nein.“
Und Hans-Jürgen seufzte ganz tief.
„Hallo Hans-Jürgen, hallo Else, habt ihr nicht Lust.....?“ Ulf stand neben der Bank und wollte gerade die beiden auffordern, mit ihm etwas zu unternehmen. Doch dann sah er die zwei betrübten Gesichter. „Ist was schlimmes passiert?“, fragte er vorsichtig. „Ach Ulf, schlimmer kann es ja gar nicht mehr kommen“, wimmerte ihm Else entgegen. „Leider hat sie Recht, Ulf, und jedes Jahr wird es schlimmer“, sagte Hans-Jürgen und schüttelte mit dem Kopf.
Ulf musste plötzlich ein wenig lächeln, versuchte aber, es vor Hans-Jürgen und Else zu verbergen.Denn er ahnte, wovon die Mistkäfer sprachen.
Und da er nicht so genau wusste, was er denn jetzt sagen sollte, platzte es aus ihm heraus: „Da kann man doch mal sehen, wie schnell so ein Jahr vorüber geht.“ Hans-Jürgen nickte zustimmend: „Sehr schnell, Ulf, sehr schnell.“
„Tjaaaaaaa, die lieben Verwandten“, schmetterte Ulf, „da kommt euch mal wieder eure liebe Tante Emma, besuchen.“ Ulf konnte sich nun nicht mehr beherrschen und lachte sich kringelig. „Wie kannst du dich darüber lustig machen, Ulf“, giftete Else, „du kennst Tante Emma und weißt deshalb, wie sie sein kann!“
Ja, Tante Emma war in der Tat eine ältere, etwas schwierige Mistkäferdame, der man es selten recht machen konnte. Und wenn Tante Emma Hans-Jürgen und Else besuchte, was sie einmal im Jahr tat, so zogen selbst bei herrlichstem Sonnenschein dicke Wolken am Himmel auf.
„Naja“, meinte Ulf, „sie kommt doch immer nur für einen Tag. So schlimm wird es doch nicht sein.“ „Wenn du wüsstest“, wetterte Hans-Jürgen, „da kann ich dir einiges erzählen und.........!“ Hans-Jürgen sprach nicht zu Ende. Er schaute Ulf an, und Ulf blickte in ein total entsetztes Gesicht. „Du meine Güte“, fuhr Hans-Jürgen jetzt mit zitternder Stimme fort, „ich wollte Tante Emma doch vom
Bahnhof abholen. Oooooh, wo ist bloß mein Kopf. Jetzt wird alles noch schlimmer. Sie ist bestimmt schon angekommen. Ich muss ihr schnell entgegen laufen!“
„Haaaans-Jüüürgen!“, donnerte plötzlich eine Stimme. Hans-Jürgen und Else, deren Blicke noch gerade auf Ulf gerichtet waren, durchfuhr es. Ängstlich drehten sie ihre Köpfe in die Richtung, aus der es donnerte. Und da stand sie: Tante Emma. Bepackt mit einer großen Tasche und einem großen Schirm. Ihre Augen blitzten zornig unter dem etwas zu groß geratenen Mistkäferdamenhütchen Hans-Jürgen und Else entgegen. „Na, dann werde ich mich mal verdrücken“, sagte Ulf hastig. „Ulf, bitte bleib noch!“, rief Hans-Jürgen. Aber Ulf war schon fast nicht mehr zu sehen.
„Hans-Jürgen, du Mistkäfer, wolltest du mich nicht vom Bahnhof abholen?“ zischte Tante Emma, „Es ist doch jedes Jahr dasselbe mit dir!“ „Verzeih, Tante Emma“, stammelte Hans-Jürgen, „ich wollte dich ja auch....aber dann kam Ulf....und....ich....äääh...wir...!“
„Papperlapapp“, unterbrach ihn Tante Emma und fuchtelte mit ihrem Schirm vor Hans-Jürgens Nase herum, „erzähl mir keinen Mist. Trag jetzt meine Tasche ins Haus!“ Und im gleichen Atemzug wandte sie sich schon zu Else um. „Tag Else, was gibt es denn zu essen?“ „Liebste Tante Emma, schön das du da bist“, entgegnete Else, „es gibt heute extra für dich sehr leckeren Blattsalat:“ Tante Emma stampfte wütend mit ihrem Schirm auf den Boden.
„Jedes Jahr gibt es bei euch Blattsalat“, schimpfte sie und ihre Augen musterten Else von oben bis unten. „Willst du mich nicht endlich in eure Wohnung bitten oder soll ich den Blattsalat auch noch hier draußen essen?“ Else brachte nun kein Wort mehr heraus. Mit einer kleinen Handbewegung bat sie Tante Emma, doch einzutreten. Hans-Jürgen, der mit Tante Emmas Tasche schon in der Wohnung war, zuckte abermals zusammen. „Willst du deiner alten Tante keinen Platz anbieten?“ Und bevor Hans-Jürgen das konnte, hatte sich Tante Emma schon auf der wunderschönen Couch niedergelassen, die Hans-Jürgen aus Mist und Löwenzahnblüten selbst gezimmert hatte. „So, und nun erzählt ihr mir ausführlich, wie für euch das letzte Jahr verlaufen ist!“ Hans-Jürgen setzte sich neben Tante Emma, während Else mit einer großen Mistschüssel voll leckerem Blattsalat aus der Küche kam und diese vor Tante Emma auf den Tisch stellte. Und wie jedes Jahr, rührte Tante Emma den Blattsalat nicht einmal an.
Und Hans-Jürgen erzählte, wie er die Wohnung renoviert hat und Else erzählte von ihrer anstrengenden Hausarbeit, und sie erzählten und erzählten. Das war die einzige Chance, Tante Emma nicht zu Wort kommen zu lassen. Und sie hätten noch lange weiter erzählt, wenn Tante Emma sie nicht nach zwei Stunden unterbrochen hätte: „Ja, ja, ja, ja, ja, nun weiß ich genug“, unterbrach sie ungeduldig. „Jetzt will ich einen Spaziergang machen, und ihr zeigt mir alles, was sich in dieser Gegend in einem Jahr verändert hat!“ Hans-Jürgen und Else antworteten wie aus einer Kehle: „Selbstverständlich, Tante Emma. Wie du es wünscht, Tante Emma!“ Hans-Jürgen half seiner Tante beim Aufstehen. „Hast ja doch noch Manieren, du Mistkäfer“, grummelte Tante Emma kaum hörbar. Und man spürte, dass Hans-Jürgen ein Stein vom Herzen fiel. Hatte er seiner Tante doch tatsächlich einmal etwas recht machen können.
Und der Spaziergang führte sie an Ulf’s kleiner Wohnhöhle vorbei, an der großen Blumenwiese, bis hin zur Waldgrenze. Tante Emma sah sehr zufrieden aus und Hans-Jürgen und Else waren sichtlich froh.
Gerade entschlossen sie sich zum Umkehren, als plötzlich ein gewaltiges Zischen zu hören war. Hans-Jürgen und Else zuckten zusammen und Tante Emma sah ihre angstvoll aufgerissenen Augen. „Vor....Vorsicht...Ta...Tante Emma...Giiii....Giiiii....!“ Mehr bekamen sie in ihrer Aufregung nicht heraus. Und als Tante Emma sich umdrehte, schaute sie direkt auf die Nasenspitze von Gisela, der Wüstennatter. „Das ist ja mal ein ganz fetter Happen“, schnalzte Gisela und riss ihr Maul besonders weit auf. Aber da hatte sie nicht mit Tante Emma gerechnet!!
„Das ist ja wohl eine Unverschämtheit!“, legte Tante Emma los. „Mich als fetten Happen zu bezeichnen.“ Und sie stupste Gisela vor Zorn immer heftiger mit ihrem Schirm in den schlanken Schlangenkörper. „Und die Zähne hast Du dir auch nicht geputzt, die sind ja ganz gelb. Wenn du so weiter machst, kannst du bald nur noch von fetten Happen träumen, denn dann werden dir deine Zähne ausfallen!“ Blitzartig schloss Gisela ihr Maul. Denn sie hatte tatsächlich ihre Zähne nicht geputzt. So hatten Hans-Jürgen und Else Gisela ja noch nie erlebt, denn mit Entsetzen blickte nun Gisela auf Tante Emma. Aber die war noch lange nicht fertig.
Tante Emmas Schirm tanzte nun auf Giselas Nase herum. „Wenn du nicht sofort nach Hause schlängelst und Dir die Zähne putzt, dann wirst du mich aber dein Leben lang nicht vergessen, du Mistschlange!“ Giselas Kopf war vor Scham ganz rot geworden. Ohne einen weiteres Zischen drehte sie sich um und schlängelte, so schnell sie konnte, in den Wald. Hans-Jürgen und Else kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus und waren ganz sprachlos. Else hauchte nur: „Tante Emma, du hast uns allen das Leben gerettet.“ Aber Tante Emma war noch immer in Fahrt. „Jaaaa glaubt ihr vielleicht, eure Tante lässt sich mal eben von so einer blöden Schlange auffuttern. Nicht mit mir, meine Lieben, nicht mit mir! So, und jetzt lasst uns mal nach Hause gehen, ich habe nämlich einen Mordshunger. Und wisst ihr, auf was???? Auf leckeren Blattsalat !!!! Nun kommt schon oder wollt ihr mich verhungern lassen?“
Und Hans-Jürgen und Else nahmen Tante Emma in die Mitte und eilten mit ihr nach Hause, denn es gab beim Blattsalat doch noch viel zu erzählen, über die Begegnung mit Gisela.
Dann brachten beide Tante Emma zum Bahnhof und zum Abschied nahmen sie Tante Emma noch einmal kräftig in den Arm und drückten sie. Auf dem Heimweg vom Bahnhof stellte Hans-Jürgen fest, das seine Tante eigentlich eine ganz nette, alte Mistkäferdame sei und Else konnte das nur bestätigen. „Sie ist sehr energisch, aber sie ist doch eine gute Mistkäferdame“, sagte Else. Und zum ersten Mal nach vielen Jahren freuten sich beide auf den nächsten Besuch von Tante Emma.
Und Hans-Jürgen seufzte ganz tief.
„Hallo Hans-Jürgen, hallo Else, habt ihr nicht Lust.....?“ Ulf stand neben der Bank und wollte gerade die beiden auffordern, mit ihm etwas zu unternehmen. Doch dann sah er die zwei betrübten Gesichter. „Ist was schlimmes passiert?“, fragte er vorsichtig. „Ach Ulf, schlimmer kann es ja gar nicht mehr kommen“, wimmerte ihm Else entgegen. „Leider hat sie Recht, Ulf, und jedes Jahr wird es schlimmer“, sagte Hans-Jürgen und schüttelte mit dem Kopf.
Ulf musste plötzlich ein wenig lächeln, versuchte aber, es vor Hans-Jürgen und Else zu verbergen.Denn er ahnte, wovon die Mistkäfer sprachen.
Und da er nicht so genau wusste, was er denn jetzt sagen sollte, platzte es aus ihm heraus: „Da kann man doch mal sehen, wie schnell so ein Jahr vorüber geht.“ Hans-Jürgen nickte zustimmend: „Sehr schnell, Ulf, sehr schnell.“
„Tjaaaaaaa, die lieben Verwandten“, schmetterte Ulf, „da kommt euch mal wieder eure liebe Tante Emma, besuchen.“ Ulf konnte sich nun nicht mehr beherrschen und lachte sich kringelig. „Wie kannst du dich darüber lustig machen, Ulf“, giftete Else, „du kennst Tante Emma und weißt deshalb, wie sie sein kann!“
Ja, Tante Emma war in der Tat eine ältere, etwas schwierige Mistkäferdame, der man es selten recht machen konnte. Und wenn Tante Emma Hans-Jürgen und Else besuchte, was sie einmal im Jahr tat, so zogen selbst bei herrlichstem Sonnenschein dicke Wolken am Himmel auf.
„Naja“, meinte Ulf, „sie kommt doch immer nur für einen Tag. So schlimm wird es doch nicht sein.“ „Wenn du wüsstest“, wetterte Hans-Jürgen, „da kann ich dir einiges erzählen und.........!“ Hans-Jürgen sprach nicht zu Ende. Er schaute Ulf an, und Ulf blickte in ein total entsetztes Gesicht. „Du meine Güte“, fuhr Hans-Jürgen jetzt mit zitternder Stimme fort, „ich wollte Tante Emma doch vom
Bahnhof abholen. Oooooh, wo ist bloß mein Kopf. Jetzt wird alles noch schlimmer. Sie ist bestimmt schon angekommen. Ich muss ihr schnell entgegen laufen!“
„Haaaans-Jüüürgen!“, donnerte plötzlich eine Stimme. Hans-Jürgen und Else, deren Blicke noch gerade auf Ulf gerichtet waren, durchfuhr es. Ängstlich drehten sie ihre Köpfe in die Richtung, aus der es donnerte. Und da stand sie: Tante Emma. Bepackt mit einer großen Tasche und einem großen Schirm. Ihre Augen blitzten zornig unter dem etwas zu groß geratenen Mistkäferdamenhütchen Hans-Jürgen und Else entgegen. „Na, dann werde ich mich mal verdrücken“, sagte Ulf hastig. „Ulf, bitte bleib noch!“, rief Hans-Jürgen. Aber Ulf war schon fast nicht mehr zu sehen.
„Hans-Jürgen, du Mistkäfer, wolltest du mich nicht vom Bahnhof abholen?“ zischte Tante Emma, „Es ist doch jedes Jahr dasselbe mit dir!“ „Verzeih, Tante Emma“, stammelte Hans-Jürgen, „ich wollte dich ja auch....aber dann kam Ulf....und....ich....äääh...wir...!“
„Papperlapapp“, unterbrach ihn Tante Emma und fuchtelte mit ihrem Schirm vor Hans-Jürgens Nase herum, „erzähl mir keinen Mist. Trag jetzt meine Tasche ins Haus!“ Und im gleichen Atemzug wandte sie sich schon zu Else um. „Tag Else, was gibt es denn zu essen?“ „Liebste Tante Emma, schön das du da bist“, entgegnete Else, „es gibt heute extra für dich sehr leckeren Blattsalat:“ Tante Emma stampfte wütend mit ihrem Schirm auf den Boden.
„Jedes Jahr gibt es bei euch Blattsalat“, schimpfte sie und ihre Augen musterten Else von oben bis unten. „Willst du mich nicht endlich in eure Wohnung bitten oder soll ich den Blattsalat auch noch hier draußen essen?“ Else brachte nun kein Wort mehr heraus. Mit einer kleinen Handbewegung bat sie Tante Emma, doch einzutreten. Hans-Jürgen, der mit Tante Emmas Tasche schon in der Wohnung war, zuckte abermals zusammen. „Willst du deiner alten Tante keinen Platz anbieten?“ Und bevor Hans-Jürgen das konnte, hatte sich Tante Emma schon auf der wunderschönen Couch niedergelassen, die Hans-Jürgen aus Mist und Löwenzahnblüten selbst gezimmert hatte. „So, und nun erzählt ihr mir ausführlich, wie für euch das letzte Jahr verlaufen ist!“ Hans-Jürgen setzte sich neben Tante Emma, während Else mit einer großen Mistschüssel voll leckerem Blattsalat aus der Küche kam und diese vor Tante Emma auf den Tisch stellte. Und wie jedes Jahr, rührte Tante Emma den Blattsalat nicht einmal an.
Und Hans-Jürgen erzählte, wie er die Wohnung renoviert hat und Else erzählte von ihrer anstrengenden Hausarbeit, und sie erzählten und erzählten. Das war die einzige Chance, Tante Emma nicht zu Wort kommen zu lassen. Und sie hätten noch lange weiter erzählt, wenn Tante Emma sie nicht nach zwei Stunden unterbrochen hätte: „Ja, ja, ja, ja, ja, nun weiß ich genug“, unterbrach sie ungeduldig. „Jetzt will ich einen Spaziergang machen, und ihr zeigt mir alles, was sich in dieser Gegend in einem Jahr verändert hat!“ Hans-Jürgen und Else antworteten wie aus einer Kehle: „Selbstverständlich, Tante Emma. Wie du es wünscht, Tante Emma!“ Hans-Jürgen half seiner Tante beim Aufstehen. „Hast ja doch noch Manieren, du Mistkäfer“, grummelte Tante Emma kaum hörbar. Und man spürte, dass Hans-Jürgen ein Stein vom Herzen fiel. Hatte er seiner Tante doch tatsächlich einmal etwas recht machen können.
Und der Spaziergang führte sie an Ulf’s kleiner Wohnhöhle vorbei, an der großen Blumenwiese, bis hin zur Waldgrenze. Tante Emma sah sehr zufrieden aus und Hans-Jürgen und Else waren sichtlich froh.
Gerade entschlossen sie sich zum Umkehren, als plötzlich ein gewaltiges Zischen zu hören war. Hans-Jürgen und Else zuckten zusammen und Tante Emma sah ihre angstvoll aufgerissenen Augen. „Vor....Vorsicht...Ta...Tante Emma...Giiii....Giiiii....!“ Mehr bekamen sie in ihrer Aufregung nicht heraus. Und als Tante Emma sich umdrehte, schaute sie direkt auf die Nasenspitze von Gisela, der Wüstennatter. „Das ist ja mal ein ganz fetter Happen“, schnalzte Gisela und riss ihr Maul besonders weit auf. Aber da hatte sie nicht mit Tante Emma gerechnet!!
„Das ist ja wohl eine Unverschämtheit!“, legte Tante Emma los. „Mich als fetten Happen zu bezeichnen.“ Und sie stupste Gisela vor Zorn immer heftiger mit ihrem Schirm in den schlanken Schlangenkörper. „Und die Zähne hast Du dir auch nicht geputzt, die sind ja ganz gelb. Wenn du so weiter machst, kannst du bald nur noch von fetten Happen träumen, denn dann werden dir deine Zähne ausfallen!“ Blitzartig schloss Gisela ihr Maul. Denn sie hatte tatsächlich ihre Zähne nicht geputzt. So hatten Hans-Jürgen und Else Gisela ja noch nie erlebt, denn mit Entsetzen blickte nun Gisela auf Tante Emma. Aber die war noch lange nicht fertig.
Tante Emmas Schirm tanzte nun auf Giselas Nase herum. „Wenn du nicht sofort nach Hause schlängelst und Dir die Zähne putzt, dann wirst du mich aber dein Leben lang nicht vergessen, du Mistschlange!“ Giselas Kopf war vor Scham ganz rot geworden. Ohne einen weiteres Zischen drehte sie sich um und schlängelte, so schnell sie konnte, in den Wald. Hans-Jürgen und Else kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus und waren ganz sprachlos. Else hauchte nur: „Tante Emma, du hast uns allen das Leben gerettet.“ Aber Tante Emma war noch immer in Fahrt. „Jaaaa glaubt ihr vielleicht, eure Tante lässt sich mal eben von so einer blöden Schlange auffuttern. Nicht mit mir, meine Lieben, nicht mit mir! So, und jetzt lasst uns mal nach Hause gehen, ich habe nämlich einen Mordshunger. Und wisst ihr, auf was???? Auf leckeren Blattsalat !!!! Nun kommt schon oder wollt ihr mich verhungern lassen?“
Und Hans-Jürgen und Else nahmen Tante Emma in die Mitte und eilten mit ihr nach Hause, denn es gab beim Blattsalat doch noch viel zu erzählen, über die Begegnung mit Gisela.
Dann brachten beide Tante Emma zum Bahnhof und zum Abschied nahmen sie Tante Emma noch einmal kräftig in den Arm und drückten sie. Auf dem Heimweg vom Bahnhof stellte Hans-Jürgen fest, das seine Tante eigentlich eine ganz nette, alte Mistkäferdame sei und Else konnte das nur bestätigen. „Sie ist sehr energisch, aber sie ist doch eine gute Mistkäferdame“, sagte Else. Und zum ersten Mal nach vielen Jahren freuten sich beide auf den nächsten Besuch von Tante Emma.
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